Profibus

Feldbus für die Automatisierungstechnik.

Profibus (Process Field Bus) ist ein Feldbus, über den Steuerungen mit Sensoren, Antrieben und Lesegeräten kommunizieren. Er gehört zu den am weitesten verbreiteten Bussystemen in der Fertigungs- und Prozessautomatisierung.

Profibus entstand Ende der 1980er-Jahre in einem deutschen Gemeinschaftsprojekt von Industrie und Forschung und ist international genormt. Betreut wird er heute von der Organisation PI (PROFIBUS & PROFINET International).

Es gibt zwei Varianten:

  • Profibus DP (Dezentrale Peripherie): für die schnelle Kommunikation mit Feldgeräten in der Fertigung, über RS-485 mit bis zu 12 Mbit/s
  • Profibus PA (Prozessautomation): für die Verfahrenstechnik, auch in explosionsgefährdeten Bereichen, mit Stromversorgung über die Busleitung

Profibus arbeitet nach dem Master-Slave-Prinzip: Die Steuerung fragt die Teilnehmer zyklisch ab und erhält deren Daten. An einem Bus können bis zu 126 Geräte angeschlossen werden. Jedes Gerät wird über eine GSD-Datei beschrieben, die in die Projektierungssoftware der Steuerung eingelesen wird.

Für Code-Leser und Bildverarbeitungssysteme bedeutet das: Ein Leseergebnis, etwa eine Seriennummer oder ein Gut/Schlecht-Signal, landet direkt im Datenbaustein der Steuerung, ohne Umweg über einen PC.

In neuen Anlagen wird Profibus zunehmend durch Profinet ersetzt, das auf Ethernet basiert und mehr Daten und Teilnehmer erlaubt. In bestehenden Anlagen ist Profibus aber noch millionenfach im Einsatz. Über Gateways lassen sich beide Welten verbinden, sodass neue Geräte auch in ältere Anlagen passen.

So unterstützt AISCI Automation

AISCI Automation bindet Lesesysteme und Kameras an Ihre Steuerung an, per Profibus, Profinet oder über Gateways in bestehenden Anlagen. Mehr dazu: Industrielle Identifikation.

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