Ethernet
Kabelgebundene Datennetzwerke.
Ethernet ist der weltweit verbreitete Standard für kabelgebundene Datennetze. In der Industrie verbindet es als Industrial Ethernet Steuerungen, Lesegeräte, Kameras und IT-Systeme.
Ethernet ist seit den 1980er-Jahren unter IEEE 802.3 genormt. Übliche Geschwindigkeiten sind 100 Mbit/s und 1 Gbit/s, für Kameras mit hohen Datenraten auch 10 Gbit/s. Geräte werden über Switches sternförmig verbunden, die Kabellänge pro Strecke liegt bei bis zu 100 Metern.
In Büros kommen RJ45-Stecker zum Einsatz. In Produktion und Logistik sind robustere Varianten verbreitet, etwa M12-Steckverbinder mit hoher Schutzart, die Vibration, Staub und Feuchtigkeit standhalten.
Auf der Ethernet-Technik setzen verschiedene Industrieprotokolle auf, die zusätzlich festlegen, wie Steuerungen und Feldgeräte in Echtzeit Daten austauschen:
- Profinet, vor allem mit Siemens-Steuerungen
- EtherNet/IP, verbreitet bei Rockwell und im nordamerikanischen Raum
- EtherCAT und Modbus TCP
Für die Identifikation und Bildverarbeitung bietet Ethernet klare Vorteile gegenüber älteren seriellen Schnittstellen wie RS-232: höhere Datenraten, große Entfernungen, mehrere Geräte an einem Netz und die Konfiguration über eine Weboberfläche. Code-Leser können Leseergebnisse direkt an die Steuerung und gleichzeitig Bilder an einen Server senden. Industriekameras nutzen den Standard GigE Vision. Mit Power over Ethernet (PoE) kommt sogar die Stromversorgung über dasselbe Kabel.
Wichtig in der Planung sind ein vom Büronetz getrenntes Produktionsnetz, feste IP-Adressen und die Abstimmung mit der IT-Sicherheit.
So unterstützt AISCI Automation
AISCI Automation bindet Lesesysteme und Kameras per Ethernet an Ihre Steuerung und IT an und stimmt die Schnittstellen mit Ihrer IT ab. Mehr dazu: Industrielle Identifikation.