Diffuse Hintergrund-Beleuchtung
Durchlicht für scharfe Konturen.
Bei der diffusen Hintergrund-Beleuchtung, auch Durchlicht genannt, sitzt die Lichtquelle hinter dem Prüfobjekt. Die Kamera sieht das Teil als dunklen Schatten vor einer hellen Fläche und kann so Konturen und Maße sehr genau erfassen.
Ein flächiges, gleichmäßig leuchtendes Panel wird hinter dem Objekt platziert, die Kamera blickt von vorne darauf. Undurchsichtige Teile erscheinen schwarz, der Hintergrund weiß. Dieser maximale Kontrast macht die Auswertung einfach und robust, weil Farbe, Glanz und Oberfläche des Teils keine Rolle spielen.
Typische Anwendungen:
- Vermessen von Außenkonturen, Durchmessern und Abständen
- Prüfen, ob Bohrungen, Schlitze oder Gewinde vorhanden sind
- Anwesenheits- und Lagekontrolle von Bauteilen
- Füllstands- und Fremdkörperkontrolle bei transparenten Behältern
- Prüfung von Folien und Glas auf Einschlüsse
Für besonders genaue Messungen wird Durchlicht mit telezentrischen Objektiven kombiniert. Sie bilden das Teil unabhängig vom Abstand in gleicher Größe ab, sodass Kanten nicht durch die Perspektive verfälscht werden. Noch schärfere Kanten liefert eine kollimierte (parallel gerichtete) Hintergrundbeleuchtung.
Die Grenze des Verfahrens: Es zeigt nur den Umriss. Merkmale auf der Oberfläche, etwa Aufdrucke, Kratzer oder Farben, sind im Durchlicht nicht sichtbar und brauchen eine zusätzliche Auflichtbeleuchtung. Außerdem muss hinter dem Teil Platz für das Leuchtpanel sein, was bei Förderbändern oder Greifern konstruktiv eingeplant werden muss.
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