Diffuse Beleuchtung
Gleichmäßiges Streulicht gegen Reflexionen.
Bei der diffusen Beleuchtung fällt gestreutes Licht aus vielen Richtungen gleichmäßig auf das Prüfobjekt. Sie verhindert störende Reflexionen und ist die erste Wahl bei glänzenden oder gewölbten Oberflächen.
Direktes Licht erzeugt auf Metall, Folie oder Glas helle Spiegelungen, in denen Codes, Schrift oder Fehler verschwinden. Diffuses Licht vermeidet das: Das Licht der LEDs wird über einen Diffusor oder eine weiße Innenfläche gestreut, sodass keine einzelne Lichtquelle mehr im Bild zu sehen ist.
Gängige Bauformen:
- Dombeleuchtung: eine halbkugelförmige Kuppel, die das Objekt von allen Seiten indirekt ausleuchtet
- Koaxiale Beleuchtung: Licht fällt über einen halbdurchlässigen Spiegel genau aus Richtung der Kamera auf das Objekt, ideal für flache, spiegelnde Flächen
- Ringlicht oder Flächenlicht mit Diffusorscheibe als einfachere Lösung
Typische Anwendungen sind das Lesen von Codes auf Blisterfolien, Dosen oder Metallteilen, die Klarschrifterkennung auf glänzenden Verpackungen und die Prüfung von Lötstellen oder polierten Oberflächen. Auch viele DPM-Lesegeräte arbeiten mit diffusem Licht.
Die Grenzen: Weil diffuses Licht Schatten und Glanz glättet, werden auch feine Kratzer, Prägungen oder Oberflächenstrukturen schwächer sichtbar. Dafür eignen sich Dunkelfeld- oder Streiflicht besser. Außerdem muss eine Dombeleuchtung nah am Objekt sitzen, was bei großen Teilen oder engem Bauraum schwierig sein kann. Oft entscheidet erst ein Test mit Musterteilen, welche Beleuchtung das beste Bild liefert.
So unterstützt AISCI Automation
AISCI Automation testet Beleuchtungen mit Ihren Musterteilen und legt das Bildverarbeitungssystem so aus, dass es auch auf schwierigen Oberflächen sicher arbeitet. Mehr dazu: Industrielle Bildverarbeitung.