Flächenkamera
Kamera mit einem zweidimensional angeordnetem Aufnahmemedium.
Eine Flächenkamera (Area-Scan-Kamera) nimmt mit einem zweidimensionalen Sensor ein komplettes Bild in einer Belichtung auf. Sie ist die häufigste Kameraart in der industriellen Bildverarbeitung.
Der Sensor einer Flächenkamera besteht aus einer Matrix von Pixeln, heute fast immer in CMOS-Technik. Jede Aufnahme liefert ein vollständiges Bild, das von der Bildverarbeitungssoftware ausgewertet wird, etwa um Teile zu vermessen, Codes zu lesen oder Fehler zu erkennen.
Wichtige Auswahlkriterien:
- Auflösung: Das kleinste zu erkennende Merkmal sollte mindestens zwei bis drei Pixel groß abgebildet werden.
- Verschluss: Global Shutter belichtet alle Pixel gleichzeitig und ist für bewegte Teile nötig; Rolling Shutter belichtet zeilenweise und kann bewegte Objekte verzerren.
- Bildrate: Wie viele Bilder pro Sekunde die Anwendung braucht.
- Monochrom oder Farbe: Monochrome Kameras sind lichtempfindlicher und schärfer; Farbe nur, wenn Farben geprüft werden müssen.
- Schnittstelle: etwa GigE Vision, USB3 Vision oder CoaXPress.
Das Gegenstück ist die Zeilenkamera. Sie nimmt nur eine Bildzeile auf und setzt das Bild aus der Bewegung des Objekts zusammen. Sie eignet sich für Endlosmaterial wie Folien, Papier oder Bleche und für sehr hohe Auflösungen. Für Einzelteile, Montageprüfung und Codelesung ist die Flächenkamera meist die einfachere Lösung.
Flächenkameras gibt es als reine Kameras, die an einen Industrie-PC angeschlossen werden, und als Smart-Kameras mit eingebauter Auswertung. Für das Ergebnis sind Objektiv und Beleuchtung mindestens so wichtig wie die Kamera selbst.
So unterstützt AISCI Automation
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