Code 39

Alphanumerischer 1D-Code.

Der Code 39 ist ein einfacher alphanumerischer 1D-Barcode, der Ziffern, Großbuchstaben und einige Sonderzeichen darstellt. Er gehört zu den ältesten Barcodes und ist in Industrie und Verwaltung bis heute verbreitet.

Code 39

Code 39 wurde 1974 entwickelt. Sein Name kommt vom Aufbau: Jedes Zeichen besteht aus neun Elementen (fünf Strichen und vier Lücken), von denen drei breit sind („3 aus 9“). Zwischen den Zeichen liegt eine Lücke, jedes Zeichen kann also für sich gelesen werden.

Eigenschaften im Überblick:

  • 43 Zeichen: Ziffern 0–9, Großbuchstaben A–Z, Leerzeichen und die Sonderzeichen – . $ / + %
  • Start- und Stoppzeichen ist der Stern (*), der deshalb oft in der Klarschrift mitgedruckt wird
  • Variable Länge, Prüfziffer optional
  • Im „Full ASCII“-Modus lassen sich durch Zeichenpaare alle 128 ASCII-Zeichen darstellen

Der größte Nachteil ist die geringe Informationsdichte: Für dieselben Daten braucht Code 39 deutlich mehr Platz als Code 128. Bei langen Inhalten wird der Barcode schnell zu breit für das Etikett. Weil die Prüfziffer nicht vorgeschrieben ist, sollte sie bei kritischen Anwendungen bewusst aktiviert werden.

Eingesetzt wird Code 39 vor allem dort, wo er seit Jahren etabliert ist: in Teilen der Automobil- und Elektronikindustrie, im Gesundheitswesen (HIBC), bei Behörden und für interne Kennzeichnungen wie Inventarnummern oder Lagerplätze. Für neue Anwendungen mit vielen Zeichen ist Code 128 oder ein 2D-Code meist die bessere Wahl.

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