AGV

Automated Guided Vehicle.

AGV (Automated Guided Vehicle) ist der englische Begriff für ein fahrerloses Transportfahrzeug (FTF), das Lasten automatisch entlang fester Wege transportiert. Moderne Varianten mit freier Navigation heißen AMR.

AGV werden seit Jahrzehnten in Produktion und Lager eingesetzt, etwa zum Transport von Paletten, Gitterboxen oder Bauteilen. Mehrere Fahrzeuge mit Leitsteuerung bilden ein fahrerloses Transportsystem (FTS). Klassische AGV orientieren sich an:

  • Magnet- oder Farbbändern im Boden
  • Induktiv geführten Leitdrähten
  • Reflektoren für die Lasernavigation (dann oft LGV genannt)

Die feste Spurführung macht AGV zuverlässig und gut planbar. Bei Änderungen im Layout muss die Infrastruktur jedoch angepasst werden, und bei Hindernissen hält das Fahrzeug an, statt auszuweichen.

Autonome mobile Roboter (AMR) navigieren dagegen frei: Sie erstellen per LiDAR und SLAM eine Karte der Umgebung, planen ihre Route selbst und fahren um Hindernisse herum. In der Praxis verschwimmen die Begriffe zunehmend, weil auch viele AGV-Hersteller auf freie Navigation umstellen. Für den Mischverkehr mit Personen gelten in beiden Fällen die Sicherheitsanforderungen der ISO 3691-4.

Bei der Auswahl zwischen AGV und AMR spielen Layout und Änderungshäufigkeit die Hauptrolle. Feste, gleichbleibende Routen mit schweren Lasten sprechen für klassische Fahrzeuge mit Spurführung. Wechselnde Wege, Mischverkehr mit Personen und der Wunsch, die Flotte schrittweise zu erweitern, sprechen für freie Navigation. Unabhängig vom Typ sollte die Leitsteuerung offen sein, etwa über die Schnittstelle VDA 5050, damit sich Fahrzeuge verschiedener Hersteller kombinieren lassen.

So unterstützt AISCI Automation

AISCI Automation setzt auf autonome mobile Roboter, die ohne Bodenmarkierung auskommen und sich an Layoutänderungen anpassen. Mehr dazu: Autonome mobile Roboter.

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