Wareneingangskontrolle
Menge, Identität und Zustand prüfen.
Die Wareneingangskontrolle prüft angelieferte Ware auf Menge, Identität, Zustand und Qualität, bevor sie in Bestand oder Produktion übernommen wird.
Die Wareneingangskontrolle hat zwei Ziele: Fehler des Lieferanten früh entdecken und die eigenen Rechte sichern. Nach § 377 HGB müssen Kaufleute Ware unverzüglich prüfen und Mängel rügen, sonst gilt die Lieferung als genehmigt.
Geprüft werden typischerweise:
- Identität: Ist es der bestellte Artikel? (Abgleich von Artikelnummer, Barcode, Etikett)
- Menge: Stimmen Anzahl von Packstücken und Inhalt mit Lieferschein und Bestellung überein?
- Zustand: Gibt es Transportschäden an Verpackung oder Ladungsträger?
- Qualität: Erfüllt die Ware die Spezifikation? Oft per Stichprobe oder Prüfplan, bei kritischen Teilen vollständig.
- Dokumente: Zertifikate, Chargennummern, Haltbarkeitsdaten
Manuelle Kontrollen sind zeitaufwendig und bei Zeitdruck lückenhaft. Automatisierte Lösungen erfassen Codes und Klarschrift, zählen Packstücke und dokumentieren den Zustand jedes Ladungsträgers im Bild. Diese Bilder dienen später als Nachweis gegenüber Lieferant oder Versicherung.
Welche Prüfungen nötig sind, sollte ein Prüfplan je Artikel oder Lieferant festlegen. Lieferanten mit stabiler Qualität können mit reduziertem Umfang geprüft werden (Skip-Lot), neue oder auffällige Lieferanten vollständig. Wichtig ist, Prüfergebnisse systematisch zu erfassen: Nur so lassen sich Reklamationen belegen und Lieferanten objektiv bewerten.
So unterstützt AISCI Automation
AISCI Automation automatisiert die Wareneingangskontrolle mit Code-Lesung, Bildverarbeitung und bildgestützter Dokumentation. Mehr dazu: Automatisierte Qualitätskontrolle.