Chargenrückverfolgung
Vom Rohstoff bis zum Kunden.
Chargenrückverfolgung ist die Fähigkeit, für jede Produktionscharge nachzuweisen, aus welchen Rohstoffen sie hergestellt wurde und an welche Kunden sie geliefert wurde.
Eine Charge ist eine Menge, die unter gleichen Bedingungen hergestellt wurde, etwa aus derselben Rohstofflieferung oder in derselben Schicht. Die Chargenrückverfolgung verknüpft diese Information in beide Richtungen:
- Rückwärts (Upstream): Welche Rohstoffe und Zulieferteile stecken in dieser Charge?
- Vorwärts (Downstream): Welche Kunden haben Ware aus dieser Charge erhalten?
In vielen Branchen ist sie Pflicht, etwa nach der EU-Lebensmittelbasisverordnung, in der Pharma- und Medizintechnik oder nach Vorgaben der Automobilindustrie. Im Ernstfall, bei einem Rückruf, entscheidet sie darüber, ob gezielt wenige Paletten oder pauschal ganze Produktionswochen zurückgeholt werden müssen.
Voraussetzung ist die durchgängige Erfassung der Chargennummer an jedem Übergabepunkt, meist über Barcode oder GS1-DataMatrix mit Application Identifier (10). Fehlt ein Scan, reißt die Kette. Deshalb lohnt sich die automatische Erfassung gerade dort, wo von Hand gebucht wird.
Ein praktischer Test für die eigene Rückverfolgbarkeit ist eine simulierte Rückrufübung: Wie lange dauert es, für eine bestimmte Charge alle Rohstoffe und alle belieferten Kunden zu ermitteln? Gute Systeme liefern die Antwort in Minuten. Dauert es Tage oder ist die Antwort lückenhaft, fehlen meist Erfassungspunkte zwischen Produktion, Lager und Versand.
So unterstützt AISCI Automation
AISCI Automation automatisiert die Erfassungspunkte in Produktion und Logistik, von der Code-Lesung am Band bis zum Scangate im Versand, und verknüpft die Daten zu einer lückenlosen Historie. Mehr dazu: Lückenlose Rückverfolgbarkeit.