Micro QR-Code

Kleinste Variante des QR-Codes.

Der Micro QR-Code ist eine verkleinerte Variante des QR-Codes für sehr kleine Flächen. Statt drei hat er nur eine Positionsmarke und kommt mit deutlich weniger Rand aus.

Ein normaler QR-Code ist mindestens 21 × 21 Module groß und braucht rundherum eine Ruhezone von vier Modulen. Für kleine Bauteile, Leiterplatten oder elektronische Komponenten ist das oft zu viel. Der Micro QR-Code löst das mit einem schlankeren Aufbau:

  • Nur eine Positionsmarke in der oberen linken Ecke
  • Vier Größen (M1 bis M4) von 11 × 11 bis 17 × 17 Modulen
  • Ruhezone von nur zwei Modulen
  • Maximal 35 Ziffern oder 21 alphanumerische Zeichen

Die Platzersparnis hat ihren Preis: Die Datenmenge ist klein, und die Fehlerkorrektur ist schwächer als beim großen QR-Code. Die kleinste Version M1 kann Fehler nur erkennen, nicht korrigieren. Für eine Teilenummer oder eine kurze Seriennummer reicht das, für längere Inhalte nicht.

Gelesen werden Micro QR-Codes mit industriellen Imagern und Kamerasystemen. Viele Smartphone-Apps erkennen sie dagegen nicht, deshalb eignet sich der Code nicht für Anwendungen, bei denen Kunden selbst scannen sollen.

In der Praxis konkurriert der Micro QR-Code mit dem rechteckigen Data-Matrix-Code, der ebenfalls für schmale Flächen gedacht ist und in vielen Branchen bereits Standard ist. Welche Variante passt, hängt von Datenmenge, verfügbarer Fläche, Markierverfahren und den Vorgaben der Kunden ab.

So unterstützt AISCI Automation

AISCI Automation liest auch sehr kleine Codes zuverlässig, auf Etiketten wie direkt markiert, und hilft bei der Wahl des passenden Codes. Mehr dazu: Industrielle Identifikation.

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